Fast zehn Jahre wohne ich nun schon in Hamburg. Ich genieße das quirlige Treiben in meinem Stadtteil, die Parks, die Elbe, die Kulturangebote, die Anonymität der Masse, die vielen Ideen, die vegetarischen Restaurants, die dreckigen Ecken, die nun mal zum Kiez gehören, den ersten warmen Tag im Jahr, wenn alle nach draußen drängen und sich fragen, wie man nur jemals den Winter überstehen konnte. All das und vieles mehr ist großartig und ich möchte es nicht missen. Und dennoch - jedes Mal, wenn ich meine Eltern besuche, wir in praktischer Outdoor-Kleidung durch den Wald wandern, zu viel Fleisch auf dem Tisch steht (weil es doch sonst kein richtiges Essen ist) und mein Make Up ab dem zweiten Tag im Schrank versauert, dann bin ich so sehr daheim und so glücklich, wie ich es mit nichts sonst sein kann.
Leider blieb bei der diesjährigen Wanderung der Fotoapparat im Rucksack vergessen und wurde erst pünktlich zum einsetzenden Regenschauer entdeckt. Deshalb gibt es nur ein einziges Foto von der Vatertagswanderung in der Fränkischen Schweiz und das auch noch bei Regenwetter. Na gut, und mich im stylischen Wanderoutfit.

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