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Montag, 20. August 2012

Ist das Kunst oder kann das weg?

Kunst erhitzt bekanntlich die Gemüter. Was für die einen Ausdruck höchster Kreativität und Ästhetik ist, ruft bei anderen Gleichgültigkeit oder gar Verärgerung hervor. Obwohl Graffitis als Street Art mittlerweile ihren Weg in die "offizielle" Kunst gefunden und manchen Künstler schon zum Gutverdiener haben werden lassen, sehen viele in den bunten Bildern und Tags nichts anderes als Vandalismus und die Zerstörung des Stadtbildes.


Wo aber zieht sich hier die Grenze? Diese Frage finde ich extrem spannend, denn für mich wiederum ergibt sich der einzigartige Charme einer Stadt aus einem kontrastreichen Mix aus Moderne und Klassik (wobei mir die die Schwierigkeit dieser Begriffsdefinitionen bewusst ist. Gemeint sei hier einmal pauschal zusammengefasst die "neuere" Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts und die "ältere" Kunst von der mittelalterlichen Ikonenmalerei bis zur "klassischen" Klassik des 19. Jahrhunderts. Das diese Einteilung fast schon fahrlässig grob ist, sollte klar sein :-)).


Das heißt wiederum nicht, dass ich jede Schmiererei gut finde - über liebloses Edding-Gekritzel an liebevoll sanierten Privathäusern ärgere ich mich regelmäßig. Den über und über beschriebenen alten Brunnen in Neapel (siehe erstes Foto) finde ich wiederum ein faszinierendes Gemeinschaftsprojekt vieler einzelner Künstler, von denen sich die meisten sicherlich nicht einmal als solcher bezeichnen würden.   


Stilbrüche, Zufälligkeiten, aufwendige Arrangements - ich kann mich für vieles begeistern und bin in jeder neuen Stadt immer auf der Suche nach ihren Eigenheiten, ihrer Persönlichkeit. Mit den gezeigten Bilder habe ich versucht, die erfrischenden Widersprüche Neapels einzufangen und viellleicht den ein oder anderen Anreiz geschaffen, auch die eigene Stadt einmal wieder mit neuen Augen, aus anderen Perspektiven wahrzunehmen und kennenzulernen. Der Vorsatz kam zumindest mir in Bezug auf Hamburg; mal sehen, was sich daraus machen lässt!


Sonntag, 24. Juni 2012

grazie mille

Liebes Berlin, danke dir für ein fabelhaftes Wochenende! Wir haben köstlich&günstig gespeist (vom Burger bis zur Pizza, für Freunde des Fleisches und die Fleischlosen, es war alles dabei), getrunken (Berliner Pils sogar aufs Haus, danke auch noch mal an unseren Hostel-Rezeptionist-Barkeeper-Cityguide) und genächtigt (Hotel 103 im Prenzlauer Berg. Zentral, sauber und super-freundlich!). Wir haben geshoppt in großen Läden, in kleinen Boutiquen, auf dem Mauerpark-Flohmarkt und unsere Ausbeute war riesig. Wir haben nette Menschen aus allen Ecken der Welt kennengelernt und sogar waschechte Berliner. Wir haben uns den ekelhaftesten Caipi auf dem alternativen linken Christopher Street Day andrehen lassen und voller Begeisterung die Berliner Spatzen dabei beobachtet, wie sie uns das Essen frech vom Teller klauen. Kurzum: wir waren Berliner Touris und haben es von ganzem Herzen genossen :) Bis zum nächsten Mal!




Big in Berlin

Berlin hat sich netterweise von seiner schönsten Seite gezeigt: viel Sonne, wenig Wolken, schnoddrig-sympathische Berliner und Sale in den Boutiquen unserer Wahl. Tatsächlich ging es in erster Linie um ein Upgrade des männlichen Kleiderschrankes, aber auch ich bin –Überraschung- fündig geworden. Die Ausbeute könnte ich eigentlich auch mal fotografieren, ist nämlich ein besonders nettes Shirt dabei, das gut und gerne zu einem Liebling werden könnte. Whatever! Das wird später abgelichtet. Stattdessen gibt es ein obligatorisches Fernsehturm-Bild (scheinbar habe ich einen Hang zu Fernsehtürmen, gerade eben war ja erst der Hamburger dran), Fotos von der East Side Gallery (sehr empfehlenswert!) und Fotos von einem der seltsamsten Hunde seit langem. Ich bin ja mittlerweile einiges gewohnt, was kleine Hundezüchtungen anbelangt. Entweder sind sie fett und rollig (siehe Mops) oder dürr und zittrig (siehe Chihuaha). Dieser hier aber war dunkelgrau, nackt und nur an Kopf und Schwanz fransig-weiß. Irgendwie merkwürdig, aber irgendwie doch sympathisch, wie er sich da über seinen Ball freut...
PS: Berlin wurde dieses Mal per Rad erkundet. Absolut empfehlenswert, zumal die Fahrradverleiher wie Pilze aus dem Boden schießen. 10 Euro pro Tag und Person und der Zustand der meisten Räder toppt sogar den meines eigenen Fahrrads. Also: Tritt in die Pedale, schon die Umwelt und tu dir selbst was Gutes (aber Vorsicht und Augen auf im Großstadtverkehr!).





Dienstag, 19. Juni 2012

street_art napoli no.2

Numero due: Ich habe so unglaublich viele Fotos gemacht in Neapel, ich könnte endlos viele Posts damit füllen. Deshalb für hier und heute noch mal einige Outputs der napolitanischen street-creatives, in der Hoffnung, dass sie gefallen mögen :)




street_art napoli

Um Neapels Ruf ist es gemeinhin nicht zum Allerbesten bestellt. Laut, dreckig, voll von Müll und Mafiosi... Sicherlich, in absehbarer Zukunft wird bella Napoli nicht zu Europas Umwelthauptstadt ernannt werden (das dieses Label ohnehin etwas fragwürdig ist, zeigt sich im Hinblick auf die Umweltpolitik Hamburgs, die sich aktuell mit diesem Titel schmücken darf)...aaaaber: nichtsdestotrotz beziehungsweise gerade deshalb hat Neapel einen ganz eigenen Charme, der so mancher sauber gefegten Metropole verloren geht. Besonders schön sind die zahlreichen Straßenkunstwerke, die sich in all den schmalen und verwinkelten Gassen finden lassen - mal klein und versteckt, mal ganze Häuserwände erobernd, in schwarz, in bunt, gemalt, gesprayt, getagged... Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack, weitere Fotos folgen baldigst!