Keine Ahnung, wie es dem Rest der Welt da draußen so geht... aber ich für meinen Teil bekomme nirgendwo den Kopf so frei wie in der Natur. Besonders geeignet: endlose Spaziergänge im Wald. Kaum zu glauben, dass man das als Teenager alles tootaal doof und überflüssig fand. Also rein in die ollschen Klamotten und ab ins Grün!
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Freitag, 29. Juni 2012
Mittwoch, 27. Juni 2012
Bavaria
Wie bereits erwähnt, weile ich momentan eben nicht im Osten auf einem Festival, sondern in einem südlichen Dorf auf dem Lande. Hierbei handelt es sich tatsächlich um mein Heimatdorf, um mal ganz genau zu sein. Nach all den Jahren fern der Heimat bin ich trotzdem - oder gerade auch deswegen - immer wieder gerne hier, in dem kleinen Dorf zwischen Feldern, Wiesen und Wäldern, wo sich Fuchs und Igel Gute Nacht sagen. Idylle pur! Wenn man denn mal von der relativ stark befahrenen Bundesstraße und einem nahe gelegenen Metallverarbeitungsbetrieb absieht. Aber gut, so ist das im Leben. Man kann nicht alles haben.
Und um der Klischee-Bildung vorzubeugen: die bayrische Briefkästen tragen natürlich NICHT mehr die Aufschrift 'KGL. BAYER. POST', auch wenn die meist absolute Mehrheit der CSU dergleichen vermuten lässt. Bei dem unten abgebildeten Briefkasten handelt es sich allerdings um ein historisches Exemplar, das sich in Rothenburg ob der Tauber befindet. Übrigens ein absoluter Geheimtipp für Freunde mittelalterlicher Stadthäuschen und Stadtmauern sowie extatische Weihnachtsliebhaber (hier gibt es einen riesigen Käthe-Wohlfahrt-Laden voller Weihnachtsmänner, -bäume, -schmuck, -glitzer und Co. Das ganze Jahr Weihnachten! Wer träumt nicht davon...ähem). Aller vermeintlichen Ironie zum Trotz ist Rothenburg wirklich ein schmuckes Städtchen und durchaus einen Besuch wert. Die gefühlt zwei Millionen japanischen Touristen pro Tag werden dem sicherlich zustimmen.
sehnsucht...
...jetzt, da der Tag des Festivals gekommen, die Glitzerschminke eingepackt, der Bulli beladen und die Meute startklar ist, da überkommt sie mich doch, die Wehmut. Dear friends, I wish you a pleasant journey, take care and have a wonderful time! Ich für meinen Teil werde auf dem Lande Erholung suchen (und hoffentlich auch finden, wer weiß... Das Landleben hat so seine Tücken) und habe deshalb Zeit, hin und wieder dieses mein kleines Blog zu füttern. Für heute noch ein Sehnsuchts-Foto von meinereiner in Lärz anno 2010.
Lärzklopfen
Herbeigesehnt von den Freunden der elektronischen Tanzmusik
startet heute wieder die Fusion-Rakete an der beschaulichen Müritzer
Seen-Platte. Dieses Mal werde ich allerdings nicht dabei sein können, weshalb
ich einerseits ganz schön traurig bin. Andererseits darf man nach sieben
fantastischen Jahren in a row dann auch mal Platz machen für neue (jüngere *hust*) Leute. Und da das ganze
Spektakel ohnehin so voll und so bekannt ist, werde ich auch keine weiteren
werbenden Worte mehr verlieren, zumal ich mir nicht den Zorn der
eingefleischten Fusion-Fanatiker zuziehen möchte, die so gerne wieder klein und
fein unter sich sein möchten. Ich fands auch netter und
angenehmer, als die Besucherzahl nur ein Drittel der heutigen betrug – allein schon
in Bezug auf die Toiletten-Situation (überlaufende Dixies, olé!). Allerdings
bin eben auch ich ein Teil des Ganzen und wer bin ich, anderen diesen Spaß „absprechen“
zu dürfen? Also. Das musste mal kurz raus. Und jetzt wünsche ich all den
fröhlichen Elektro-Friggeln ein friedliches Fusionieren und eine fantastische
Zeit!
Dienstag, 26. Juni 2012
Lichtspiele
Eventuell hat es der ein oder andere schon mitbekommen: ich bin ein bisschen verliebt in das schöne Italien. Deswegen kann ich nicht aufhören, Bilder anzusehen, in Erinnerungen zu schwelgen und die Welt daran teilhaben zu lassen... Die folgenden Bilder sind in der Umgebung von Salerno entstanden, einer Hafenstadt etwa 60km südlich von Neapel. Das Wetter hat an diesem Tag etwas verrückt gespielt, aber dank des rasch wechselnden Sonne-Wolken-Mixes entstand eine atemberaubende Atmosphäre.
Montag, 25. Juni 2012
Parksommer
Es ist dunkel und grau, der Regen peitscht gegen das Fenster und in der Ferne grollt der Donner. Ein Tag wie geschaffen, um es sich gemütlich zu machen. Tee, Schokolade und Fotos aus vergangenen, wärmeren Sommern versüßen die Laune und schüren neue Hoffnung, dass auch dieser noch einmal wiederkommen mag. Wie märchenhaft-zauberschön Hamburg im Abendsonnenlicht sein kann, zeigt ein kleiner Shoot vom letzten Jahr, entstanden im Planten un Blomen, einem der großen Parks der Hansestadt. Wen es einmal in den (sogenannten) warmen Monaten nach Hamburg verschlägt, der sollte hier einen Abendspaziergang im Sonnenuntergang genießen, am besten mit dem Liebsten am Arm und einer Kugel Eis in der Hand. Da bleibt jetzt nur noch zu hoffen, dass die Regenwolken endlich einmal weiterziehen...
Sonntag, 24. Juni 2012
grazie mille
Liebes Berlin, danke dir für ein fabelhaftes Wochenende! Wir haben köstlich&günstig gespeist (vom Burger bis zur Pizza, für Freunde des Fleisches und die Fleischlosen, es war alles dabei), getrunken (Berliner Pils sogar aufs Haus, danke auch noch mal an unseren Hostel-Rezeptionist-Barkeeper-Cityguide) und genächtigt (Hotel 103 im Prenzlauer Berg. Zentral, sauber und super-freundlich!). Wir haben geshoppt in großen Läden, in kleinen Boutiquen, auf dem Mauerpark-Flohmarkt und unsere Ausbeute war riesig. Wir haben nette Menschen aus allen Ecken der Welt kennengelernt und sogar waschechte Berliner. Wir haben uns den ekelhaftesten Caipi auf dem alternativen linken Christopher Street Day andrehen lassen und voller Begeisterung die Berliner Spatzen dabei beobachtet, wie sie uns das Essen frech vom Teller klauen. Kurzum: wir waren Berliner Touris und haben es von ganzem Herzen genossen :) Bis zum nächsten Mal!
Big in Berlin
Berlin hat sich netterweise von seiner schönsten Seite
gezeigt: viel Sonne, wenig Wolken, schnoddrig-sympathische Berliner und Sale in
den Boutiquen unserer Wahl. Tatsächlich ging es in erster Linie um ein Upgrade
des männlichen Kleiderschrankes, aber auch ich bin –Überraschung- fündig
geworden. Die Ausbeute könnte ich eigentlich auch mal fotografieren, ist
nämlich ein besonders nettes Shirt dabei, das gut und gerne zu einem Liebling
werden könnte. Whatever! Das wird später abgelichtet. Stattdessen gibt es ein obligatorisches Fernsehturm-Bild
(scheinbar habe ich einen Hang zu Fernsehtürmen, gerade eben war ja erst der
Hamburger dran), Fotos von der East Side Gallery (sehr empfehlenswert!) und
Fotos von einem der seltsamsten Hunde seit langem. Ich bin ja mittlerweile
einiges gewohnt, was kleine Hundezüchtungen anbelangt. Entweder sind sie fett
und rollig (siehe Mops) oder dürr und zittrig (siehe Chihuaha). Dieser hier
aber war dunkelgrau, nackt und nur an Kopf und Schwanz fransig-weiß. Irgendwie
merkwürdig, aber irgendwie doch sympathisch, wie er sich da über seinen Ball
freut...
PS: Berlin wurde dieses Mal per Rad erkundet. Absolut empfehlenswert,
zumal die Fahrradverleiher wie Pilze aus dem Boden schießen. 10 Euro pro Tag
und Person und der Zustand der meisten Räder toppt sogar den meines eigenen
Fahrrads. Also: Tritt in die Pedale, schon die Umwelt und tu dir selbst was
Gutes (aber Vorsicht und Augen auf im Großstadtverkehr!).
Freitag, 22. Juni 2012
Berlin, Berlin, Berlin!
Ich liebe Überraschungen und ich liebe meinen Freund. Umso
besser also, wenn mein Freund mich überrascht. Uuuuuuuuund tataaaaaa:
Wochenend-Trip nach Berlin! Gut, der Titel des Posts enthielt bereits dezente
Hinweise. Aber die Freude musste nun mal raus. Juhu!
Mein letzter Berlinbesuch war vor einem Jahr und beschränkte
sich auf fünf überschaubare Stunden. Das war nämlich die Zeitspanne, die es
zwischen der Landung unseres Urlaubsfliegers und der Rückfahrt per
Mitfahrgelegenheit zu überbrücken galt. Ankunft war nachts um 11 und die folgenden Stunden
verbrachten wir stilecht bei Dunkin’Doughnuts und im schlechtesten Kinofilm
aller Zeiten (Ich habe den Titel verdrängt, aber es ging um Ritter, eine Hexe
und Nicolas Cage war im Hauptcast. Übles Setting). Letztlich war der Kinobesuch
teurer als eine Übernachtung im Hostel, aber wat solls. Meinen
Beruhigungstabletten gegen Flugangst sei Dank fand ich das alles halb so
schlimm. Dafür wurden wir dann in einem fluffig umgebauten amerikanischen
Kleinbus nach Hamburg gefahren,
eingehüllt von den sanften Klängen elektronischer Musik. Sehr angenehmes
Reisen! Like a trip to slumberland...
Bin gespannt, was dieses Wochenende bereithält. Essen,
chillen, shoppen, tanzen... ick froi mir schon!
Donnerstag, 21. Juni 2012
amooore
Jaja, noch immer weilt mein Herz im Süden. Es war Liebe auf den ersten Blick, damals, während meines ersten Italien-Urlaubs mit Eltern und Schwester 1995. Und weil hier ja nun doch wieder graugraugraustes Wetter herrscht, noch einmal ein paar (letzte, versprochen!) Bilder aus Neapel. Aber keine bange, es gibt noch so unendlich viele andere Fotos aus dem Land, wo die Zitronen blühen...und die werden auch noch folgen.
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dancing in the green
Hej Sommer, wie schön das du endlich wieder da warst,
zumindest fast schon einen ganzen Tag lang (man schraubt seine Ansprüche ja mit
der Zeit etwas herunter). Endlich mal wieder Sonne, endlich mal wieder Park,
endlich mal wieder unbeschwertes Gutes-Wetter-gute-Laune-Feeling. Schön war’s!
Komm bald wieder und bleib dann doch ein bisschen länger, ich würde nämlich
auch zu gerne endlich mal all die reizenden Sommersachen ausführen, für die ich
vor einigen Wochen – damals noch voller Vorfreude und Optimismus – mein hart
verdientes Geld auf den Kopp gekloppt hab. Ich glaub an dich :)
ab in'nen park!
Freunde der Sonne, der Park ruft und lockt mit Grillduft, Kinderlachen und zwischen den Bäumen balancierenden Menschen. Dies ist kein idealisiertes Bild eines sommerlichen Parks, sondern tatsächlich der Wohlers Park. Immer noch wunderschön, auch wenn ihn mittlerweile schon ziemlich viele Menschen wunderschön finden, was natürlich wiederum weniger schön ist für alle Beteiligten, da weniger Ruhe, weniger Platz, mehr Müll. Aber so ist das nun mal mit wunderschönen Ecken... und ich spekuliere einfach mal drauf, dass grade eben der Großteil der Bevölkerung doch noch im Büro schuften muss, höhö ('tschuldigung...).
midsommar
Heute ist Mittsommer, der längste Tag des Jahres. Und als
wäre sich der Tag seiner Rolle als Sommersonnenwende bewusst, hat er
strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel im Gepäck. Dafür erst mal vielen
Dank! Dieses traumhafte Wetter wird auch prompt dafür genutzt, riesenhafte
Eisportionen und hochromantische Kitschromane im Park zu verschlingen.
Wer weit genug im Norden lebt, der sollte heute Nacht außerdem unbedingt das Haus, die Wohnung und die Stadt verlassen, raus aufs freie Feld oder ans Meer und die Dämmerung am Horizont beobachten, die in dieser Nacht niemals ganz verschwinden wird. Wunderschön! Der Stadt werde ich heute wohl leider nicht entfliehen können, aber zumindest an die Alster werde ich mich begeben und mit dem ein oder anderen Alsterwasser die Stimmung genießen.
Wer weit genug im Norden lebt, der sollte heute Nacht außerdem unbedingt das Haus, die Wohnung und die Stadt verlassen, raus aufs freie Feld oder ans Meer und die Dämmerung am Horizont beobachten, die in dieser Nacht niemals ganz verschwinden wird. Wunderschön! Der Stadt werde ich heute wohl leider nicht entfliehen können, aber zumindest an die Alster werde ich mich begeben und mit dem ein oder anderen Alsterwasser die Stimmung genießen.
Mittwoch, 20. Juni 2012
Der Lack ist ab!
Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: nach stundenlangem Schleifen auf dem stickigen Dachboden ist mein Sofatisch endlich von seiner dicken Lackschicht, Farbton 'liebliches 80er-Jahre-Mittelbraun' befreit und freut sich nun aufs Aufhübschen.
Das wiederum scheint sich allerdings noch schwieriger zu gestalten als die manuelle Schleif-Aktion (und die war schon alles andere als spaßig...die Feinstaubbelastung auf unserem Trockenboden hätte jede achtspurige Kreuzung locker getoppt). Es stellt sich nun nämlich die alles entscheidende Frage: heller oder dunkler lackieren? Hier stehen bereits eine Bienenwachslasur 'Palisander' und eine Möbellasur 'weißtransparent', mittlerweile tendiere ich jedoch fast zu einem einfachen Klarlack... und ja, die Banalität dieser Problematik ist mir durchaus bewusst. Ich werde dennoch über die weitere Entwicklung berichten.
naples - inside, outside
Schon wieder (oder doch immer noch...?) stecke ich Hals über Kopf in Neapel fest. Nach den streetart-Eindrücken in den letzten Posts jetzt mal ein Blick auf beziehungsweise hinter die Fassaden der Altstadt. Es bröckelt zwar an allen Ecken und Enden, aber die Mischung aus morbidem Charme und den vielen Farbtupfern dazwischen ergibt eine fantastische Stimmung.
Die ersten beiden Fotografien zeigen die Eingangshalle des Goethe-Institutes - ein sehr beeindruckendes altes Stadtpalais mit blätterndem Putz und gestreng dreinblickenden Statuen und Büsten. Die Fotos 3&4 sind am späten Nachmittag inmitten der Altstadtgassen entstanden (perfektes Foto-Licht!). Wer Napoli nun immer noch für eine nach Abgasen und Müll stinkende Kloake hält, um die es einen großen Bogen zu machen gilt, der möge nun hoffentlich ein bisschen milder gestimmt sein. Weiterer fetter Pluspunkt: köstliche Pizzen an jeder Straßenecke!Dienstag, 19. Juni 2012
street_art napoli no.2
Numero due: Ich habe so unglaublich viele Fotos gemacht in Neapel, ich könnte endlos viele Posts damit füllen. Deshalb für hier und heute noch mal einige Outputs der napolitanischen street-creatives, in der Hoffnung, dass sie gefallen mögen :)
street_art napoli
Um Neapels Ruf ist es gemeinhin nicht zum Allerbesten bestellt. Laut, dreckig, voll von Müll und Mafiosi... Sicherlich, in absehbarer Zukunft wird bella Napoli nicht zu Europas Umwelthauptstadt ernannt werden (das dieses Label ohnehin etwas fragwürdig ist, zeigt sich im Hinblick auf die Umweltpolitik Hamburgs, die sich aktuell mit diesem Titel schmücken darf)...aaaaber: nichtsdestotrotz beziehungsweise gerade deshalb hat Neapel einen ganz eigenen Charme, der so mancher sauber gefegten Metropole verloren geht. Besonders schön sind die zahlreichen Straßenkunstwerke, die sich in all den schmalen und verwinkelten Gassen finden lassen - mal klein und versteckt, mal ganze Häuserwände erobernd, in schwarz, in bunt, gemalt, gesprayt, getagged... Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack, weitere Fotos folgen baldigst!
Montag, 18. Juni 2012
the little onion
...ou bien, le petit chignon! Am Dutt scheiden sich ja bekanntlich die Geister, aber ich finde ihn in allen möglichen Varianten einfach großartig. Der heutige Knoten ist ein ganz simpler: Pferdeschwanz mit Haarnadeln festgesteckt und als finish ein Blütenstecker. Et voilá!
summer-to-dos
Kann es wirklich wahr sein? Kurz vor ihrem Untergang zeigt sich heute tatsächlich die Sonne und strahlt höchst malerisch zwischen den Wolken hervor.
Dankbar für jeden Sonnenstrahl sitze ich nun mit Laptop am Fenster und denke optimistisch über Dinge nach, die im Sommer unbedingt erlebt werden müssen. Ganz weit vorne mit dabei: Roller fahren (natürlich mit Helm, klaro! Wobei ich nur zu gerne unvernünftig wäre und mit wehenden Haaren durch die Landen düsen möchte...la dolce vità sozusagen...)
o summer, where are thou...?
Liebe Sonne, lieber blauer Himmel,
warum so schüchtern? Versteckt euch hinter grauen Wolkenbergen und lasst euch wochenlang nicht blicken. Dabei ist es doch eure Zeit - Sommer! Wenn nicht jetzt, wann dann?
Ich möchte endlich wieder durch flirrende Straßen laufen, mit glitzernden Schweißperlen auf der Nasenspitze. Meine Wohnung soll sich wieder in einen kleinen Backofen verwandeln und mich schwören lassen, dass die nächste Bleibe im Souterrain liegen wird, kalt, dunkel und feucht. Ich will kilometerlange Schlangen vor den Eisdielen, aus allen Nähten platzende Schwimmbecken, schweißverklebte Shirts und laue Sommernächte, die mit Freunden und rotem Wein im Park verlebt werden, weil es einfach verdammt viel zu warm ist, um zu schlafen.
Also Sonne, fass dir ein Herz - wir würden uns so sehr freuen!!
Sonntag, 17. Juni 2012
11 Freunde sollt ihr sein
Ole ole, Schland o Schland und so weiter und so fort grölt es von nah und fern. Die schwarz-rot-geilen Autowimpeln flattern im Wind und die Herzchen im Deutschland-Look zieren die Wangen der stilsichersten Frauen. Und warum? Weil EM ist, eben.
Tja, und da ich mich immer just dann von der allgemeinen Euphorie anstecken lasse, wenn Deutschland pünktlich im darauffolgenden Spiel ausscheidet, habe ich für dieses Jahr beschlossen, die Begeisterung Begeisterung sein zu lassen und die Spiele mit einer leckeren Mahlzeit vor dem Fernseher zu verfolgen, wahlweise in trauter Zweisamkeit, gerne auch in gemütlicher Runde. Alles ohne fiebern, freuen, feiern. Nur gutes Essen und nette Menschen, was ja schon mehr als genug ist zum glücklich sein. Zumal mich überbordender Patriotismus ohnehin befremdet, was aber noch mal ein (endloses) Thema für sich ist.
Lange Rede, kurzer Sinn beziehungsweise kurze Randnotiz an mich selbst: Gar nicht erst wieder anfangen mit dem Anfeuern. Dazu eine kleine Erinnerung an die WM 2006, als ich passend zur Niederlage Deutschlands zum ersten Mal ein Fan-T-Shirt übergestreift habe.
Allerdings... wenn ich an die gute Stimmung und all die fröhlichen Menschen denke, die friedlich eine große Fußball-Party feiern, dann... hmmm... bin ich ganz froh, dass ich bei so unwichtigen Dingen ohnehin nie sonderlich konsequent bin.
Donnerstag, 7. Juni 2012
Who is joie dexter?
Wer bin ich?
Tja ja... eine gute Frage, eine philosophische Frage. Zumindest stellte sie DEN beliebten Diskussionsgegenstand in meinem Philosophie-Tutorium dar, was mein von existenziellen Fragen tief erschüttertes Studienanfänger-Herz zunächst vor Freude strahlen ließ. Schließlich war ich doch bereits als wankelmütiger Teenager auf der Suche nach einer Antwort, berauscht von Räucherstäbchen, den Doors und Hermann Hesses Selbstfindungsliteratur. Damals schien die Antwort noch so denkbar einfach: ich war einfach anders. Anders als meine spießigen Eltern, anders als die karrieregeilen BWL-Studenten, anders als all die desillusionierten Verwandten und Bekannten. Ich war Künstler, Denker, Visionär, die Welt stand mir offen und für kein Geld der Welt hätte ich meine Ideale verkauft.
Und obwohl ich es für völlig unmöglich hielt, zogen die Jahre ins Land und mit ihnen die Wünsche, die ich an das Leben hatte. Es folgte unweigerlich die Erkenntnis, dass sich derlei zentrale Fragen des Lebens unmöglich in einer abschließenden Form beantworten lassen. Wäre schließlich auch fatal, denn damit wäre ja jede Chance auf Veränderung und Weiterentwicklung ausgeschlossen. Da ich an diesem lebenslangen Prozess schon immer schreibend, malend und fotografierend teilgenommen habe, folgt als nächster Schritt nun dieses Blog, also... Welcome!
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